Das verfallene Haus der Lehrerin mit Bruchsteinsockel und Giebel

Station 6 von 12 · Schule 1926

Schule und Lehrerinhaus

Marie Hussmann, Lehrerin

Foto: Anders Ellerstrand

Eine Schulklasse von 1926, ein Haus, das man nicht mehr betreten kann: Die Schule von Kolmanskop war klein, aber die Minengesellschaft baute sie trotzdem neu.

Kolmanskop war ein Ort von Familien, und 1926 baute die CDM eine neue Grundschule am Südrand der Siedlung. Auf einem Klassenfoto aus demselben Jahr sitzen rund 30 Kinder vor dem Gebäude. Die Lehrerin hieß Marie Hussmann; ihr Wohnhaus, von der Minengesellschaft KBG gebaut, steht ein Stück oberhalb der Schule.

Das Lehrerinhaus gehört zu den am stärksten verfallenen Gebäuden. Der Dachstuhl ist eingestürzt, die Balken ragen in den Himmel, und der Sand hat die Räume so weit gefüllt, dass das Haus aus Sicherheitsgründen nicht mehr betreten werden darf. Von außen ist es mit dem Bruchsteinsockel, dem Fachwerkgiebel und dem Rundbogenfenster dennoch eines der fotogensten Häuser des Ortes.

Die Schule selbst liegt ganz im Süden des eingezäunten Geländes, etwas abseits der üblichen Wege. Wer die Zeit hat, sollte den Weg dorthin gehen: Von hier sieht man am besten, wie sich die Siedlung den Hang hinaufzieht – unten die Handwerker, oben die Direktion.

Bilder

Schulklasse von Kolmanskop 1926, Gruppenfoto vor dem Schulgebäude
Die Schulklasse von 1926 (Reproduktion im Museum)
Eingestürzter Dachstuhl des Lehrerinhauses
Der eingestürzte Dachstuhl
Holzbalken des Dachs vor blauem Himmel
Was vom Dach blieb
Türrahmen mit Blick auf Sand und Wüste
Blick durch die Tür
Fenster mit Blick in die zerstörten Innenräume
Innen kann das Haus nicht mehr betreten werden
Dachbalken und Wellblechreste des Lehrerinhauses
Balken und Wellblech

Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.

Lage im Ort

Lageplan von Kolmanskop Schematischer Plan der Geisterstadt: Vom Eingang im Norden führt die Hauptstraße nach Süden. Am Hang im Westen stehen die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur; in der Mitte das Kasino; entlang der Hauptstraße Bäckerei, Schlachterei, Eisfabrik und Museum; weiter südlich Junggesellenhaus, Arzthaus, Krankenhaus und Schule. Bahnlinie Lüderitz – Aus Eingang, Parkplatz Toiletten Werkstätten, Magazin Stauch-Residenz 1 · Kasino und Kegelbahn Bäckerei Getränkefabrik Schlachterei Eisfabrik Haus des Kaufmanns Museum 2 · Ladenstraße Junggesellenhaus Junggesellenhaus (2. Bau) 3 · Junggesellenhaus 4 · Haus des Arztes 5 · Krankenhaus Schule Haus der Lehrerin 6 · Schule und Lehrerinhaus 7 · Haus des Ingenieurs 8 · Haus des Quartiermeisters Haus des Architekten Nebengebäude 9 · Haus des Architekten 10 · Haus des Buchhalters 11 · Direktorenhaus 12 · Bar N Lüderitz 10 km ↑ B4
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