Das restaurierte Direktorenhaus mit ockerfarbenen Fassungen unter blauem Himmel

Station 11 von 12 · 1909

Das Direktorenhaus

Hans Hörlein, Direktor der Minengesellschaft

Foto: Archiv

Das prächtigste Haus des Ortes, ganz oben auf dem Hügel, mit Terrazzo-Badewanne und Blick über alles. Es war das erste Gebäude, das die Namdeb wieder herrichten ließ.

Das Direktorenhaus steht am höchsten Punkt des Ortes, am Ende der Villenreihe. Wer hier wohnte, sah über alles hinweg. Die Villa wurde 1909 gebaut, ein Jahr nach dem ersten Diamantenfund, und zeigt, wie schnell aus dem Zeltlager der Diamantensucher eine Stadt mit Anspruch wurde: Giebel, Erker, Veranda, Freitreppe, alles nach deutschem Vorbild und aus deutschem Material.

Als Bewohner nennt das Museum Hans Hörlein, den Direktor der Koloniale Bergbau-Gesellschaft, der nach 1920 auch unter der neuen Eigentümerin CDM Generaldirektor blieb. Andere Quellen nennen Leonhard Kolle, den Betriebsleiter. Frühere Bewohner und die ersten Guides waren sich bei der Zuordnung der Häuser ohnehin nicht immer einig. Wir folgen auf dieser Seite den Angaben des Museums.

Innen sind die großen Räume, die Treppe und eine Badewanne aus Terrazzo mit schwarz-weißem Fliesenboden erhalten. Das Haus war das erste, das die Namdeb Ende der 1990er-Jahre vollständig restaurieren ließ. Die drei Aufnahmen von 1909, um 1980 und 2012 zeigen den ganzen Bogen: Neubau, Ruine, Wiederherstellung.

Das Direktorenhaus im Jahr 1909 1909
Das Direktorenhaus im Jahr 1980 ca. 1980
Das Direktorenhaus im Jahr 2012 2012
Das Direktorenhaus als Neubau 1909, als Ruine um 1980 und restauriert 2012.
Das Direktorenhaus 1909 Das Direktorenhaus um 1980 1909um 1980
Schieben Sie den Regler, 1909 gegen 1980. Rund 70 Jahre liegen zwischen den beiden Aufnahmen, davon 24 Jahre, in denen niemand mehr im Haus wohnte.

Bilder

Das Direktorenhaus von vorn mit Freitreppe
Von vorn, mit der Freitreppe
Das Direktorenhaus von hinten
Von hinten
Veranda des Direktorenhauses mit Blick auf den Ort
Auf der Veranda
Großer Raum mit Bogenfenster im Direktorenhaus
Innen
Treppe ins Obergeschoss mit Holzgeländer
Treppe nach oben
Badewanne aus Terrazzo mit schwarz-weißem Fliesenboden
Badewanne aus Terrazzo
Waschbecken im Direktorenhaus
Waschbecken
Große helle Räume mit Türfluchten
Große Räume
Blick durch die Haustür auf die Wüste
Blick durch die Haustür

Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.

Historische Aufnahmen

Kolorierte Postkarte des Herrenhauses in Kolmanskuppe
„Herrenhaus aus der ehemaligen Diamantenzeit“, kolorierte PostkarteKoloniales Bildarchiv, Universitätsbibliothek Frankfurt am Main

Lage im Ort

Lageplan von Kolmanskop Schematischer Plan der Geisterstadt: Vom Eingang im Norden führt die Hauptstraße nach Süden. Am Hang im Westen stehen die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur; in der Mitte das Kasino; entlang der Hauptstraße Bäckerei, Schlachterei, Eisfabrik und Museum; weiter südlich Junggesellenhaus, Arzthaus, Krankenhaus und Schule. Bahnlinie Lüderitz–Aus Eingang, Parkplatz Toiletten Werkstätten, Magazin Stauch-Residenz 1 · Kasino und Kegelbahn Bäckerei Getränkefabrik Schlachterei Eisfabrik Haus des Kaufmanns Museum 2 · Ladenstraße Junggesellenhaus Junggesellenhaus (2. Bau) 3 · Junggesellenhaus 4 · Haus des Arztes 5 · Krankenhaus Schule Haus der Lehrerin 6 · Schule und Lehrerinhaus 7 · Haus des Ingenieurs 8 · Haus des Quartiermeisters Haus des Architekten Nebengebäude 9 · Haus des Architekten 10 · Haus des Buchhalters 11 · Direktorenhaus 12 · Bar N Lüderitz 10 km ↑ B4
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  • Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.

Häufige Fragen

Fragen zu Direktorenhaus

Wer wohnte im Direktorenhaus von Kolmanskop?

Das Museum nennt als Bewohner des Direktorenhauses in Kolmanskop Hans Hörlein, den Direktor der Koloniale Bergbau-Gesellschaft, der nach 1920 auch unter der CDM Generaldirektor blieb. Andere Quellen nennen Leonhard Kolle, den Betriebsleiter.

Wann wurde das Direktorenhaus in Kolmanskop gebaut?

Das Direktorenhaus in Kolmanskop wurde 1909 gebaut, ein Jahr nach dem ersten Diamantenfund, mit Giebel, Erker, Veranda und Freitreppe nach deutschem Vorbild und aus deutschem Material.

Ist das Direktorenhaus in Kolmanskop restauriert?

Ja. Das Direktorenhaus war das erste Gebäude, das die Namdeb Ende der 1990er-Jahre in Kolmanskop vollständig restaurieren ließ. Innen sind die großen Räume, die Treppe und eine Badewanne aus Terrazzo mit schwarz-weißem Fliesenboden erhalten.

Wo steht das Direktorenhaus in Kolmanskop?

Das Direktorenhaus steht am höchsten Punkt von Kolmanskop, am Ende der Villenreihe. Wer hier wohnte, sah über den ganzen Ort hinweg.