Langgestrecktes Junggesellenhaus von Kolmanskop im Sand

Station 3 von 12 · 1910er-Jahre

Das Junggesellenhaus

Unterkunft für ledige Angestellte

Foto: Anders Ellerstrand

Wer ohne Familie nach Kolmanskop kam, wohnte hier: lange Flure, kleine Zimmer, gemeinsame Messe im Kasino. Heute stehen die Räume bis zur Fensterbank voller Sand.

Die Minengesellschaft holte ihre Fachleute aus Deutschland, und viele kamen zunächst allein. Für sie gab es das Junggesellenhaus – ein langgestreckter Bau mit Einzelzimmern, in dem die ledigen Angestellten wohnten, bis sie heirateten oder eines der Wohnhäuser bezogen. Gegessen wurde in der Ledigenmesse im Kasino, das Wasser kam wie überall im Ort kostenlos.

Heute ist das Junggesellenhaus einer der Orte, an denen Kolmanskop am meisten nach Kolmanskop aussieht. Der Sand hat die Türen ausgehebelt und die Zimmer in sanften Dünen gefüllt, das Licht fällt durch die Fensteröffnungen und zeichnet die Wellenlinien nach. An den Wänden sind noch die Schablonenmuster zu erkennen, mit denen die Zimmer verziert waren, und in einer Ecke liegen die Reste einer Tapete, die aus Deutschland importiert wurde.

Das Gebäude ist nicht restauriert und kann betreten werden – mit Vorsicht. Unter dem Sand liegen Glasscherben und Nägel, und die Böden sind an manchen Stellen nicht mehr tragfähig.

Bilder

Von Sand halb gefüllter Raum mit gewellter Sandoberfläche
Der Sand hat die Zimmer bis zur Fensterhöhe gefüllt
Orangefarbenes Licht fällt durch eine Tür auf Sand in einem verfallenen Raum
Das Morgenlicht in den Zimmern
Türöffnung mit Sanddüne davor, grün gestrichene Wände
Sanddüne in der Tür
Grün gestrichene Wand mit Schablonenbordüre und Sand
Schablonenbordüre in einem Zimmer
Verblasstes Schablonenmuster an einer Wand
Reste des Wandschmucks
Flur mit Sanddünen und Türen
Der Flur
Rot gestrichener Raum mit offener Tür und Sand
Ein rot gestrichenes Zimmer
Blau gestrichene Wände, Türrahmen und Sand
Blau und Sand
Fensteröffnung mit Blick in die Wüste, Grasbüschel davor
Fenster ohne Glas
Langer Raum mit Sand und Türen, grüne Wände
Ein Zimmer im Junggesellenhaus

Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.

Lage im Ort

Lageplan von Kolmanskop Schematischer Plan der Geisterstadt: Vom Eingang im Norden führt die Hauptstraße nach Süden. Am Hang im Westen stehen die Villen von Direktor, Buchhalter, Architekt, Quartiermeister und Ingenieur; in der Mitte das Kasino; entlang der Hauptstraße Bäckerei, Schlachterei, Eisfabrik und Museum; weiter südlich Junggesellenhaus, Arzthaus, Krankenhaus und Schule. Bahnlinie Lüderitz – Aus Eingang, Parkplatz Toiletten Werkstätten, Magazin Stauch-Residenz 1 · Kasino und Kegelbahn Bäckerei Getränkefabrik Schlachterei Eisfabrik Haus des Kaufmanns Museum 2 · Ladenstraße Junggesellenhaus Junggesellenhaus (2. Bau) 3 · Junggesellenhaus 4 · Haus des Arztes 5 · Krankenhaus Schule Haus der Lehrerin 6 · Schule und Lehrerinhaus 7 · Haus des Ingenieurs 8 · Haus des Quartiermeisters Haus des Architekten Nebengebäude 9 · Haus des Architekten 10 · Haus des Buchhalters 11 · Direktorenhaus 12 · Bar N Lüderitz 10 km ↑ B4
  • Gebäude mit eigener Seite – anklicken
  • Weitere Gebäude
  • Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.