Wer ohne Familie nach Kolmanskop kam, wohnte hier: lange Flure, kleine Zimmer, gemeinsame Messe im Kasino. Heute stehen die Räume bis zur Fensterbank voller Sand.
Die Minengesellschaft holte ihre Fachleute aus Deutschland, und viele kamen zunächst allein. Für sie gab es das Junggesellenhaus – ein langgestreckter Bau mit Einzelzimmern, in dem die ledigen Angestellten wohnten, bis sie heirateten oder eines der Wohnhäuser bezogen. Gegessen wurde in der Ledigenmesse im Kasino, das Wasser kam wie überall im Ort kostenlos.
Heute ist das Junggesellenhaus einer der Orte, an denen Kolmanskop am meisten nach Kolmanskop aussieht. Der Sand hat die Türen ausgehebelt und die Zimmer in sanften Dünen gefüllt, das Licht fällt durch die Fensteröffnungen und zeichnet die Wellenlinien nach. An den Wänden sind noch die Schablonenmuster zu erkennen, mit denen die Zimmer verziert waren, und in einer Ecke liegen die Reste einer Tapete, die aus Deutschland importiert wurde.
Das Gebäude ist nicht restauriert und kann betreten werden – mit Vorsicht. Unter dem Sand liegen Glasscherben und Nägel, und die Böden sind an manchen Stellen nicht mehr tragfähig.
Bilder










Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.
Lage im Ort
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- Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.
