Rote und blaue Zimmer, ein Balkon mit Blick über den Ort und hüfthoher Sand im Erdgeschoss: das Haus des Mannes, der Kolmanskop mitgebaut hat.
Das Architektenhaus ist eines der auffälligsten Gebäude der Villenreihe: zweigeschossig, mit Balkon und Bogenfenstern, in einer Architektur, die man eher in einer deutschen Kleinstadt um 1910 erwarten würde als in der Namib. Genau das war die Absicht – die Häuser der leitenden Angestellten sollten deutsches Bürgertum in die Wüste übersetzen, inklusive Gärten, die mit dem knappen Wasser bewässert wurden.
Bewohner war nach Angaben des Museums der Architekt Ziegler. Zusammen mit Hermann Metje baute er zahlreiche Häuser in der Region und 1914 den Bahnhof von Lüderitz; die Firma Metje & Ziegler eröffnete später einen Baustoffhandel und wurde zu einem der bekannten Handelshäuser des Südens.
Innen ist das Haus ein Farbkatalog: ein Zimmer in tiefem Rot, eines in verblasstem Blau, ein Treppenhaus mit hölzernem Geländer. Im Erdgeschoss steht der Sand hüfthoch, man klettert eher hinein als hineinzugehen. Vom Balkon im Obergeschoss geht der Blick über den Ort und bis zum Horizont der Wüste.
Bilder








Alle Farbfotos: Anders Ellerstrand, mit freundlicher Genehmigung.
Lage im Ort
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- Schematisch, nicht maßstäblich. Nach dem Lageplan von Ghost Town Tours.
